Cowboy
Club
München

Eine Fotoreportage

 

 

Der Cowboy Club München wurde im April 1913 von den Brüdern Fred und Hermann Sommer und Martin Fromberger gegründet. By the way: Fred Sommer, alias „Fred Black“ oder „Häuptling Abendwind“ ist der Vater von Sigi Sommer. Vermutlich schlich Spaziergänger Sigi deswegen wie ein Indianer durch München.

 

 

Ursprünglich hatte der CCM als Losverein das Ziel, mit den Lotteriegewinnen in die Vereinigten Staaten auszuwandern. Die bescheidenen Einnahmen reichten nicht, um nach Westen zu gehen, also blieb man daheim und kultivierte die Sehnsucht „made in Munich“.

 

 

Inspiriert wurden sie durch das Wild-West-Fieber, das nach 1890 entstand, als Buffalo Bill seine Europatournee auf der Theresienwiese startete. 200 Cowboys und Indianer, 170 Pferde, einige Maulesel und knapp 20 Bisons nahmen damals an der Show teil. Fun fact: Hier soll die Kunstschützin Annie Oakley dem späteren Kaiser Wilhelm II die Zigarre aus dem Mundwinkel geschossen haben.

 

 

Das CCM Mitglied Fred Schneider wurde in Las Vegas dreimal in Folge Weltmeister mit Lasso und Peitsche (1996 bis 1998). 

 

 

Die ehemaligen Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel sowie  Christian Ude alias „Häuptling Rote Feder“ sind Ehrenmitglieder des CCM. Wann steigt Dieter Reiter in den Sattel?

 

 

Als Ida Krone (Zirkus Krone) 1961 verstarb, musste der CCM das Vereinsgelände am Nockherberg verlassen und die Ranch fand an der Floßlände ein neues Zuhause. Mit Unterstützung der GIs aus der McGraw Kaserne wurden die Bombenkrater und der Urwald planiert. Eine Pionierleistung der deutsch-amerikanischen Freundschaft, die ein Paradies in der „Wildnis“ geschaffen hat (Saloon, Pferdestall, Tipis, Green River Station, Feuerstelle und Museum). Nur im Sommer wird man von fröhlichen Absolventen der Floßfahrten daran erinnert wird, dass ihre Prärie im Isartal liegt.

 

 

Fotos: Martin Fengel

Text: Lukas Kubina